Sind Merger „ungesund“?

Nach einem wunderschönen Urlaub in Vietnam und ein paar intensiven Arbeitswochen melde ich mich wieder zu meinem Spezialthema „Merger“ zurück.

Ich beschäftige mich gerade im Rahmen eines Projekts bei einem großen deutschen Automobilhersteller mit Gesundheit und Führung; bzw. was man in der Führung tun kann, um das Thema Gesundheit gar nicht erst zum Thema machen zu müssen.

Eine der wesentlichen Grundlagen bei diesem Projekt ist „Salutogenese“ (nach Aaron Antonovsky 1923–1994); also die Frage nach der Entstehung und der Erhaltung unserer Gesundheit.

Dabei spielen die folgenden Voraussetzungen eine große Rolle:

– der Glaube, dass das Leben einen Sinn hat..
– die Fähigkeit, dass man die Zusammenhänge des Lebens versteht…
– die Überzeugung, dass man das eigene Leben gestalten kann..

Ersetzen Sie nun das Wort „Leben“ mit „Unternehmen“ oder „Akquisition“ oder „Merger“; denken Sie an eine eigene erlebte, oder bekannte Situation und überprüfen Sie die oben genannten Bedingungen: „Sinn“: vielleicht, „Zusammenhänge“: da wird es schon eng, und bei „gestalten“, uje – das trifft man nur sehr, sehr selten.

Also, wenn sich daraus nicht eine gute Basisanleitung für gelungenen Mergerprozess ableiten lässt?

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3 Kommentare zu “Sind Merger „ungesund“?

  1. Diese Gedanken lösen bei mir wieder mal ein Erstaunen aus, wie mit der Ressource Mensch in Organisationen – auch in jenen, wo die Performance wirklich von deren Einsatz und Leistungsbereitschaft abhängt – nachlässig umgegeangen wird. Am Wissen kann es nun wirklich nicht liegen. Ob man nun den Standard, die Süddeutsche aufschlägt oder das Web besucht, was die Voraussetzungen für tolle Leistungen sind , müsste eigentlich Allgemeinwissen sein. Man kennt auch die Kosten, die ökonomischen Verluste, die durch frustrierte Mitarbeiter und Führungskräfte entstehen – man muss also gar nicht humanistische Aspekte ins Feld führen, um Gründe zu haben, Organistaionen zu Orten der Freude, (statt sich den Sonntagabend mit dem Gedanken an das Büro am Montag zu verdereben), der Gesundheit (statt der Pflege von Überforderungen) und sinnvoller Arbeit (statt undurchschaubarer Abläufe, Zusammenhänge) umzubauen..

  2. Salutogenese im Zusammenhang mit Netzwerkeln (und Netzwerken):

    – Glauben und Spüren, dass das Netzwerk Sinn hat und macht
    – Zusammenhänge verstehen oder doch zumindest erahnen
    – Überzeugung und Erfahrung, dass man am Netzwerk (mit)gestalten kann.

    Wie schön, zu erleben wie es ist auf einem „gesunden Weg“ zu sein…

    • …danke für diese schöne Erweiterung!
      …Gesundheit wird am besten dort gefördert, wo Menschen arbeiten, leben und lieben (Ottawa‐Charta für Gesundheitsförderung, WHO 1986).
      …das könnte man natürlich jetzt um „netzwerkeln“ erweitern!

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