Marshmallow Merger

Ein gestern auf Facebook geteilter Link zu einer bekannten „Spaghetti/Marshmallow“ Übung hat mich nachdenklich gemacht.

Die „Spaghetti/Marshmallow“ Übung (oder auch „Spaghetti-Tower“) ist eine Teambuilding-Excercise, bei der es darum geht, in einer vorgegebenen Zeit einen möglichst hohen Turm aus Spaghetti (ungekocht!) und Marshmallows zu bauen.

Interessanterweise haben jene Teams den besten Erfolg, welche dabei weniger planerisch, sondern mittels „trial and error“ vorgehen. Das heißt, dass sie immer wieder Prototypen entwerfen, daraus lernen und so ihr Ergebnis laufend weiter verbessern.

Was hat das nun mit Mergern zu tun?

Nun sind soziale Systeme ja keine trivialen Maschinen, so dass man den gewünschten Erfolg bei Mergern vorausberechnen könnte. Daher macht es auch keinen Sinn einen genauen Plan zu schmieden, um diesen dann „eisern“ durchzuziehen. Könnte man da nicht etwas von den erfolgreichen Marshmallow-Teams lernen? Also nicht den Anspruch zu haben, alles vorweg schon zu wissen, sondern sich viel mehr auf einen Prozess einzulassen und bereit zu sein, den Umsetzungsplan laufend – mittels Lernen „on the go“ – anzupassen.

„Life is what happens, while you make plans“ (Zitat von John Lennon)

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3 Kommentare zu “Marshmallow Merger

  1. Wie gut, dass es immer mehr Beispiele gibt, die zeigen, dass es zur Planungsgläubigkeit – aber auch Erfordernis – alternative Vorgehensweisen gibt. Das Design-Thinking schafft als neuer Trend ebenfalls ein Umdenken. Auch wenn es modisch daher kommt, was solls, es schafft neue Aufmerksamkeit und holt solche „Spagetti-Ideen“ aus der Éxotikecke raus.

  2. Das Besondere, was bei der erwähnten Übung sichtbar wird, macht für mich die Leichtigkeit aus. Der Ansatz lautet: „So könnte es gehen – lasst es uns probieren“. Das Wörtchen „könnte“ einkalkuliert ein, dass es auch nicht gelingt, ohne, dass daraus ein Misserfolg wird.

    Im Gegensatz dazu steht der Ansatz: „Wir haben alles genau abgewogen und berücksichtigt. Jetzt wissen wir: So muss es gehen – wenn sich jeder genug anstrengt“. Wenn dieser Plan nicht gelingt, stellt das Vieles in Frage und rasch geht es darum, wer oder was schuld daran ist.

    Vielleicht geht es um den Mut zu spielerischer Leichtigkeit, das Aushalten eines (vorläufigen) Scheiterns und das Verstehen, dass Scheitern kein Scheitern, sondern ein Lernschritt in Richtung Erfolg ist.

  3. Wunderbar: Mut zu spielerischer Leichtigkeit, das Aushalten eines (vorläufigen) Scheiterns und das Verstehen, dass Scheitern kein Scheitern, sondern ein Lernschritt in Richtung Erfolg ist.

    „…ich hab schon so viel aus meinen Fehlern gelernt: da muss ich gleich noch ein paar machen“ …habe ich gerade wo gelesen 🙂

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