Von Schnaps, Liebe und roten Nasen

Was haben Schnaps, Liebe und und rote Clown-Nasen gemeinsam? Und was hat das ganze mit Mergern – dem Zusammenführen von Unternehmen – zu tun?

Nun, alle drei Dinge können – bei richtig dosierter Menge – einen psychotischen Zustand auslösen, also einen zeitweiligen Verlust des Realitätsbezugs. Ich denke jeder kennt diesen Zustand; man unterliegt der Illusion, dass alles ganz leicht wird und es keine Probleme mehr gibt.

Nehmen wir als Beispiel ein verliebtes Paar: Die Leistung der Liebe besteht letztlich darin, nicht nur die Unterschiede besser auszuhalten, sondern sogar mit dem Nichtverstehen des Anderen zu Rande zu kommen (Zitat meines lieben Kollegen Herbert Schober-Ehmer).

Und genau von diesem Zustand bräuchte es ganz viel bei Mergern, um sich etwas weniger rational auf Unterschiede einzulassen und abzuwarten, was dann gemeinsames Neues daraus entstehen kann. Also könnte „ein bisschen verliebt sein“ bei Mergerprozessen durchaus hilfreich sein, weil Schnaps kann man ja nun wirklich nicht verteilen, oder?

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2 Kommentare zu “Von Schnaps, Liebe und roten Nasen

  1. nach dem dieser herrlich-psychotische Zustand des Verliebtseins einfach geschieht (weiß der Teufel oder Amor warum) und nicht verordnet werden kann, sollte man vielleicht doch auf Schnaps oder ähnliches zurück greifen, oder die auch erwähnten Clowns auftreten lassen – zumindest metaphorisch: erst Humor schafft jene Gelassebheit und liebevolle Distanz, die hilft Neues zu entdecken.

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