Die „dunkle“ Seite von Akquisitionsmotiven

Was glauben Sie, macht Unternehmenskäufe so unwiderstehlich?
  • Macht (je größer das Unternehmen, desto mehr Ansehen, Bewunderung und Einfluss)?
  • Gier (nach Shareholder Value, Dividenden, Bonuszahlungen…)?
  • Angst (vor dem rascher wachsenden Wettbewerb, vor einem unzufriedenen Eigentümer/Aufsichtsrat und einer unsicheren Zukunft)?
  • Ungeduld und Misstrauen (mit der Entwicklungsfähigkeit des eigenen Unternehmens)?
  • Spiel mit dem Risiko („no risk no fun“, wenn’s gut geht bekomme ich fette Boni, wenn nicht, wechsle ich im schlimmsten Fall den Job…)?
  • Zu viel Bargeld (sonst wollen die Aktionäre/Eigentümer am Ende noch Geld zurück und für andere Investitionen verwenden…)?
  • Ablenkung von internen Problemen (eine gemeinsame neue Herausforderung schweißt zusammen und lenkt von eigenen Problemen ab…)?
  • Scham (alle anderen kaufen zu, nur wir schaffen das nicht…)?
Natürlich sind das nur böse Zungen, die so etwas behaupten würden, aber meistens spielen diese Motive ja doch bewusst oder unbewusst eine Rolle.
Wenn schon, dann sollte man sich zumindest seiner Motive mit all den möglichen Risiken und Nebenwirkungen bewusst sein und sich rechtzeitig – vor so einem Abenteuer – die Frage stellen: Was treibt mich/uns denn wirklich?
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Ein Kommentar zu “Die „dunkle“ Seite von Akquisitionsmotiven

  1. Man könnte das auch von der „anderen“ Seite betrachten und all diese Trigger als Voraussetzungen unternehmerischen „Kühnheit“ sehen: Macht ermöglicht Gestaltung; Gier – etwas wirklich unbedingt wollen; Angst – mit höchster Aufmerksamkeit agieren; Ungeduld – nicht den richtigen Augenblick versäumen, die nächste Chance nutzen; Spiel – wer nicht nicht spielt, verwaltet nur; zu viel Bargeld – endlich was mit Gel machen; Ablenkung von internen Problemen – nicht die schlechteste Strategie, um aus der Nabelschau raus zu kommen; Scham – Impuls neues zu wagen. Und plötzlich wird das „Dunkle“ Hell – abe nur dann, wenn man nicht naiv oder überheblich diese Motive wirken lässt.

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