Mergermania bei den Wirtschaftsprüfern

PricewaterhouseCoopers – mit E&Y, KPMG und Deloitte – einer der „Big Four“ unter den Wirtschaftsprüfungsgiganten hat wieder zugeschlagen. Diese Woche erfolgte die Übernahme von Booz & Co., ein Unternehmen, das auf Strategieberatung spezialisiert ist. Und damit die Größenordnung klarer wird, obwohl Booz mit rund 3.000 Mitarbeitern in der Beraterszene kein Kleiner ist, wird es nun von einem Unternehmen mit 180.000 Mitarbeitern geschluckt.

Aber geht das auch in eine – vorallem für die Kunden – vernünftige Richtung?  Ist noch größer, noch globaler, noch mehr alles anbietend unbedingt besser?

C.M. Christensen, ein Professor an der Harvard Business School und Kenner der Beraterszene, hat kürzlich von einer bevorstehenden Disruption in der Consulting-Branche gesprochen. Allerdings hatte ich den Eindruck, dass er damit eher die Etablierung von neuen Anbietern jenseits der Giganten gemeint hat. Er vergleicht das auch mit jener Zeit, in der die Stahlgiganten plötzlich von lokalen Ministahlwerken rechts und links überholt wurden.

Es braucht auch in dieser Branche Kreativität und neue, frische Zugänge, statt „more of the same“ und daher glaube ich, dass diese Akquisitionen, die wir jetzt beobachten noch ein Zeichen dafür sind, dass die Großen noch gar nicht wahrnehmen, dass ihr Eisberg schmilzt (vergleiche „Das Pinguin-Prinzip“ von John Kotter) und eine Disruption bevorsteht.

WR

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Ein Kommentar zu “Mergermania bei den Wirtschaftsprüfern

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