CEO ein Tag nach Übernahme gefeuert

Wie oft haben Sie diese Schlagzeile schon gelesen und sich vielleicht sogar gedacht: „recht so, sonst wäre das Unternehmen ja nicht übernommen worden…“?

Dabei gehören Personalentscheidungen zu den schwierigsten Entscheidungen nach dem Closing einer Akquisition. Ist man hier zu schnell, verliert man u.U. wertvolles Know-How, tolle Führungspersönlichkeiten, gute Stakeholderkontakte zu Keyaccounts u.a., Bindungen zu Mitarbeitern usw.; ist man hingegen zu langsam, kann der CEO natürlich einen notwendigen Erneuerungs- und Integrationsprozess massiv blockieren, die Motivation und Moral der Mitarbeiter negativ beeinflussen und auch nach außen hin Signale senden, die nicht hilfreich sind.

Und wie so oft, gibt es auch hier kein Patentrezept. Aus meiner Erfahrung kann ich allerdings sagen, dass tendenziell zu lange mit solchen Entscheidungen zugewartet wird und der Schaden dadurch letztlich größer war, als das „downside Risiko“ einer zu raschen Trennung.

Meistens hat man ja als Käufer ausreichend Möglichkeit, den CEO bzw. das Top-Management während des Kaufprozesses kennenzulernen. Und genau in dieser Phase sollte man sich bereits entscheiden, mit wem ich als Käufer in Zukunft gerne zusammenarbeiten möchte. Oft muss man sich da sehr auf die eigene Erfahrung und Intuition stützen, denn die Einsager von allen Seiten sind nicht immer hilfreich. Mein Rat an dieser Stelle ist es, wirklich auf das eigene Gefühl zu vertrauen.

W. Regele

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